Roter-Doppelpfeil-Churchill
Der Rote Doppelpfeil Churchill | Triebwagen RAe 4/8 der SBB in H0

Vor 75 Jahren, im Jahr 1946, kam der Rote Doppel-Pfeil zum Einsatz, um Winston Churchill als Staatsgast durch die Schweiz zu fahren, was dem Doppel-Pfeil dadurch den Beinamen "Churchill-Pfeil" verlieh.
Diese Jahr bringen die die Firmen Märklin und Trix dieses wunderschöne Modell auf den Markt. Der Liefertermin laut Hersteller ist für den Dezember 21 vorgesehen.


 




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Geschichte
Seinen unvergesslichen Ruf erhielt der heutige RAe 4/8 1021 („Roter Doppelpfeil“) im Jahr 1946, als der Zug dem damaligen britischen Ex-Premierminister zu seinen Malferien am Genfer See zur Verfügung gestellt wurde. Seither ist dieser Zug dank seinen Fahrten mit Sir Winston Churchill als „Churchill-Pfeil“ bekannt. Churchill besuchte u.a. Bern und Zürich, wo er von der Bevölkerung jubelnd begrüßt wurde. Am 19. September 1946 hielt Churchill in der Universität Zürich eine visionäre Rede, in der er die Errichtung einer Art Vereinigte Staaten von Europa forderte mit seinem Schlüsselsatz: „Let Europe arise. – Lasst uns Europa errichten.“ Noch vor seiner Inbetriebnahme wurde der für Gesellschaftsreisen vorgesehene rote Doppeltriebwagen als Re 4/8 301 (ab 1948 als RBe 4/8 651, ab 1959 als RAe 4/8 1021) im Jahr 1939 bei der unvergessenen Landesausstellung „Landi“ in Zürich präsentiert. Am Bau beteiligt waren die SLM (mech. Teil), die SWS (Inneneinrichtung) sowie die drei Elektrofirmen BBC, MFO und SAAS (alle elektr. Teil). Um bei möglichst kurzer Bauzeit ein zuverlässiges Fahrzeug zu erhalten, wurde kein technisches Neuland betreten, sondern soweit als möglich auf bereits bekannte Teile und Bauweisen der kurz zuvor in Dienst gestellten, einteiligen „Roten Pfeile“ zurückgegriffen. Der Doppeltriebwagen besteht aus zwei gleich langen, voneinander unabhängigen Wagen mit je zwei zweiachsigen Drehgestellen, von denen jeweils das innere mit je einem Motor pro Radsatz ausgerüstet ist. Ein großer Teil der elektrischen Ausrüstung und Hilfsbetriebe wie u.a. Transformatoren, Steuerung, Kompressor und Bremsausrüstung war in den niedrigen Vorbauten untergebracht. Jedoch verursachte die spezielle Steuerung über sogenannte „Wander-Trafos“ immer wieder Probleme mit längeren Aufenthalten in der zuständigen Züricher Hauptwerkstätte. Nach 1946 hieß der Zug fortan „Churchill-Pfeil“ und wurde weiter für Ausflugs- und Sonderfahrten in der Schweiz verwendet, bis er 1979 einen Brandschaden erlitt und später zum Schrottwert verkauft wurde. 1996 erwarb die Mittelthurgaubahn (MThB) das Fahrzeug und es wurde mit moderneren elektrischen Komponenten wiederaufgearbeitet. Im Zuge der Insolvenz der MThB gelangte der „Churchill-Pfeil“ 2002 wieder zurück in Hand der SBB. Inzwischen ist er betriebsfähiger Bestandteil der SBB-Personenverkehr, wird heute als ältester Triebwagen rund 50 bis 70 Mal pro Jahr eingesetzt und legt dabei im Rahmen von individuellen Charterfahrten und öffentlichen Erlebnisreisen etwa 20.000 km/Jahr zurück.



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